40 Prozent aller Kinder in Gelsenkirchen leben von Sozialtransfers. In manchen Ecken der Stadt werden es in konzentrierter Form bedeutend mehr sein. Armut verteilt sich kaum ins bürgerliche Milieu, sie zeigt sich in ganzen Straßenzügen. Ob hier, in Duisburg, Herne oder Bochum; besonders das Ruhrgebiet hat es hart getroffen. Strukturwandel hin oder her, mittlerweile ist dieser Erklärungsansatz sehr holzschnittartig. Immer wieder wird er zitiert, und immer passt er auch. Aber eben nur unzureichend. Denn weite Teile der Bevölkerung sind durch die Politik der letzten Jahrzehnte konsequent weiter entmachtet, entrechtet, entwertet worden. Warum sind Alleinerziehende so sehr von Armut bedroht und meistens letztlich auch getroffen wie keine andere Gruppe? Die Redakteure Denise Klein und Alex Welp im Gespräch über Kinderarmut im Ruhrgebiet.

Hier ist isso der Podcast. Wir berichten jeden Monat über lokale Themen, laden interessante Gäste zum Gespräch und geben Tipps zum kulturellen Angebot im Ruhrgebiet. Im September sprechen wir über die Studie des Berlin-Instituts und die Lebensverhältnisse in Deutschland. Dabei geht es natürlich um die Situation in Gelsenkirchen.
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Wir verraten warum Oberbürgermeister Frank Baranowski im nächsten Jahr nicht mehr zur Wahl antritt und schauen in die Glaskugel, wer an seine Stelle treten wird. Dazu gehört natürlich ein Fazit seiner Arbeit. Was ist gut gelaufen und was hat nicht geklappt. Unser Reporter Alex hat sich unter die Bevölkerung gemischt und den Bürgern ein paar kluge Fragen gestellt. Die Antworten haben uns wirklich überrascht. Wir haben auch über den Heinrich König Platz, Smart City Gelsenkirchen, Huawei und ganz unbescheiden über die Zukunft des Ruhrgebiets gesprochen.

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Foto: Stadt Gelsenkirchen

Was läuft im öffentlichen Personenverkehr falsch im Ruhrgebiet? Warum gibt es so viele Verkehrsbetriebe und warum kommt die Bahn nicht pünktlich? Vier Millionen Pendler machen sich im Ruhrgebiet jeden Morgen auf den Weg zur Arbeit und nach Feierabend auf den Rückweg. Bisher wird dazu in erster Linie das Auto genutzt. Der Nahverkehr ist vielen Menschen zu teuer, außerdem ist er schlecht angebunden und die Tarife sind zu kompliziert. Der Verkehrsverbund Rhein Ruhr (VRR) hat jetzt Verbesserungen versprochen. Im Ruhrgebiet arbeiten alle Gesellschaften mit Verlust und leisten sich teure Geschäftsführung. Das es auch anders gehen kann zeigt die Berliner Verkehrsgesellschaft BVG die mit Gewinn arbeitet. Darüber und über das Radfahren haben Denise Klein, Alex Welp und Michael Voregger gesprochen.

Frank Eckardt ist Soziologe, Stadtforscher und Professor an der Bauhaus-Universität in Weimar. Er ist in Schalke-Nord in Gelsenkirchen geboren und seine Heimat ist ihm wichtig. Im Podcast mit der isso-Redaktion verrät er, warum in Gelsenkirchen keine Barrikaden wie in Frankreich brennen, klassische Start-ups kaum funktionieren und welche Lösungen es für die vielen Probleme gibt. Die Ansiedlung von Logistik und Call-Centern sind für ihn keine gute Idee. Klimawandel und Globalisierung wirken sich auch auf die Stadtteile in Gelsenkirchen aus. Gut gemeinte Stadtenwicklungskonzepte scheitern hier regelmäßig am mangelnden Poltischen Interesse und den Untiefen der Stadtverwaltung. Unser Gast verrät auch warum die vielen Friseure kein gutes Zeichen sind und was sich hinter dem Wort Onkelökonomie verbirgt. Also ein klassischer Rundumschlag im besten Sinne, der aber nicht nur kritisiert, sondern auch Lösungen aufzeigt.